1. Technische Ausgangslage zuerst
Vor einer Optimierung werden Fahrzeugdaten und – je nach Projekt – Fehlerspeicher und relevante Live-Daten geprüft. Ein Fahrzeug mit Ladedruck-, Temperatur-, Kraftstoff- oder Abgasproblem wird nicht dadurch gesund, dass mehr Drehmoment angefordert wird.
2. Professionelle Zugriffswege
Je nach Steuergerät erfolgt die Arbeit über OBD, Bench oder Boot. Moderne MD1-/MG1-Generationen, Getriebesteuergeräte und geschützte Plattformen benötigen unterschiedliche Verfahren. AVM wählt den Zugriff passend zur ECU/TCU und zum Softwarestand.
3. Motor und Getriebe zusammen denken
Viele Fahrzeuge begrenzen Drehmoment nicht nur im Motorsteuergerät. DSG, ZF, Mercedes TCU und andere Systeme können das Motormoment reduzieren oder Schaltvorgänge beeinflussen. Deshalb wird geprüft, ob eine TCU-Anpassung erforderlich oder sinnvoll ist.
4. Prüfstand statt Schätzung
Wo eine objektive Kontrolle sinnvoll ist, kann der AWD-Leistungsprüfstand Serienzustand, Fremdtuning und Ergebnis dokumentieren. Dabei ist nicht nur der Spitzenwert relevant, sondern der gesamte Drehmoment- und Leistungsverlauf.
5. Diagnosekompetenz
DPF, AGR, SCR/AdBlue, NOx, Ladedruck und Sensorik stehen häufig in Wechselwirkung. Diese Systeme werden nicht isoliert betrachtet. Das reduziert unnötigen Teiletausch und verhindert, dass ein Symptom mit der eigentlichen Ursache verwechselt wird.