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Stage 1, Stage 2 & individuelle Projekte

Leistungssteigerung mit System statt nur maximaler Zahl.

Stage 1 richtet sich überwiegend an Fahrzeuge mit seriennaher Hardware. Stage 2 berücksichtigt geänderte Komponenten und benötigt eine entsprechend angepasste Softwarestrategie.

Stage 1

Ziel ist eine technisch sinnvolle Optimierung innerhalb der vorhandenen Hardware. Leistung und Drehmoment werden nicht isoliert betrachtet; auch thermische Reserven, Kraftstoffversorgung und Getriebe spielen eine Rolle.

Stage 2

Bei geänderter Ladeluftkühlung, Ansaugung, Abgasanlage oder weiteren Hardwareänderungen muss die Software zu den real verbauten Komponenten passen.

Warum Prüfstand und Logging wichtig sind

Gerade bei individuellen Projekten lässt sich so prüfen, ob Soll- und Istwerte zusammenpassen und ob die Leistung harmonisch aufgebaut wird.

Stage 1 ist keine feste Prozentzahl

Die technisch sinnvolle Mehrleistung hängt von Motorvariante, Turbolader, Kraftstoffsystem, Getriebe, Temperaturhaushalt und Softwarestand ab. Zwei äußerlich gleiche Fahrzeuge können deshalb unterschiedliche Reserven besitzen.

Stage 2 braucht passende Hardware

Wenn Abgasanlage, Ladeluftkühlung, Ansaugung oder Turbolader verändert wurden, muss die Software diese reale Hardware berücksichtigen. Eine Stage-2-Datei ohne Kenntnis des Setups ist keine individuelle Abstimmung.

Vom Serienzustand zum belastbaren Ziel

Eine Leistungssteigerung beginnt mit der Frage, wie das Fahrzeug genutzt wird. Ein täglicher Pendler, ein Zugfahrzeug, ein Wohnmobil und ein Tracktool benötigen unterschiedliche Drehmomentverläufe. AVM berücksichtigt Laufleistung, Wartungszustand, Kraftstoff, Kühlung, Ladeluftsystem, Abgasanlage, Kupplung oder Automatikgetriebe und bereits verbaute Hardware. Daraus entsteht ein Ziel, das zum gesamten Fahrzeug passt.

Bei einem seriennahen Fahrzeug wird eine Stage 1 so ausgelegt, dass die vorhandene Hardware nicht wie ein beliebiges Stage-2-Setup behandelt wird. Bei geänderter Hardware müssen Bauteile, Dimensionierung und technische Funktion eindeutig dokumentiert sein. Die Bezeichnung einer Tuningstufe ersetzt keine Prüfung des realen Aufbaus.

Kontrolle statt Leistungsversprechen

Orientierungswerte aus Datenbanken können eine erste Einordnung liefern, sind aber keine Garantie. Auf dem Leistungsprüfstand lassen sich Ausgangszustand und Ergebnis unter vergleichbaren Bedingungen gegenüberstellen. Relevante Logs helfen, Ladedruck, Luftmasse, Kraftstoffdruck, Zündung, Lambda, Temperaturen und Drehmomentanforderungen zu bewerten. Zeigt das Fahrzeug technische Abweichungen, wird zuerst die Ursache geklärt.

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