Bei einem gebraucht gekauften oder bereits optimierten Fahrzeug ist die ursprüngliche Softwaredatei nicht immer verfügbar. Für die Vorbereitung einer Softwareprüfung ist es wichtig, diese Ausgangslage offen zu benennen.
Bekanntes und Unbekanntes trennen
Teile mit, welche Softwareänderungen dir bekannt sind, wer diese Angaben gemacht hat und welche Unterlagen vorliegen. Auch ein vorhandenes Messprotokoll oder eine Liste der Hardwareänderungen hilft bei der Bestandsaufnahme. Eine fremde Leistungsangabe ist dabei kein eigener Messnachweis.
Den vorhandenen Stand zuerst identifizieren
AVM betrachtet bei der Prüfung unter anderem:
- Steuergerätezuordnung,
- aktuellen Softwarestand,
- Fahrzeugzustand,
- gewünschtes Ziel (Leistungs- oder Statuswunsch).
Eine unbekannte Datei wird nicht blind überschrieben. Ob eine Korrektur möglich ist, ob ein geeigneter Originalstand benötigt wird oder ob zunächst eine Reparatur ansteht, ergibt sich aus der Prüfung direkt am Fahrzeug.
Keine Ferndiagnose aus dem Dateinamen
Ein Dateiname oder eine kurze Nachricht reicht nicht aus, um die technische Situation sicher zu beurteilen. Beschreibe daher zusätzlich:
- konkretes Fahrverhalten (z. B. Leistungsverhalten, Ruckeln, Aussetzer),
- bekannte Fehlermeldungen oder Warnleuchten,
- vorhandene Messprotokolle oder Prüfstandsergebnisse,
- geänderte Hardware-Komponenten (z. B. Ladedrucksystem, Einspritzanlage).
Für einen Termin stimmen wir ab, welche Daten vorab hilfreich sind und welche Prüfungen direkt am Fahrzeug erfolgen müssen.
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